Automatenapotheke ist nicht zulässig.

Ein Apothekenversandhändler aus den Niederlanden hatte einen reine Automatenapotheke in Baden-Württemberg eröffnet. Dabei musste der Kunde über ein Terminal per Videochat Kontakt zu der Zentrale aufnehmen, von dort aus wurde dann das gewünschte Medikament nach Vorlage eines Rezeptes freigegeben und am Automatenschalter ausgegeben.

Das Regierungspräsidium in Karlsruhe hat dann allerdings nach der Prüfung entschieden, dass die strengen gesetzlichen Vorgaben für den Betrieb einer Apotheke in Deutschland so nicht eingehalten würden. Zwar war stets ein Mitarbeiter vor Ort, dieser war allerdings gerade kein Apotheker und somit nicht für die Beratung und Ausgabe von Medikamenten qualifiziert. Bei der Prüfung von Rezepten sei auch gegen die gesetzlichen Bestimmungen verstoßen worden.Die Automatenapotheke musste nach nur 2 Tagen des Betriebs wieder schließen.

Der Versandhändler hatte es auch “versäumt”, überhaupt eine Apotheke anzumelden, er hatte nur die Genehmigung für ein Medikamentenlager eingeholt. Und auch eine Erlaubnis zum Versand von Medikamenten konnte er nicht vorweisen. Es ist insofern zu begrüßen, dass weiter an den hohen Standards in Bezug auf die Abgabe von Medikamenten festgehalten wird.